Der Hauptfehler bei einer Reise mit Kindern ist, sie wie eine Erwachsenenreise, nur schneller zu planen. Der Kreml, die Tretjakow-Galerie und ein großer Museum nach dem anderen enden gleich: Mittags sind alle erschöpft, und abends erinnert sich niemand mehr daran, was er gesehen hat.
Es gilt eine andere Regel: ein großer Ort pro Tag plus ein Park. Alles andere ist extra, wenn noch Energie übrig ist.
Das Paläontologische Museum ist der Hauptfund.
Wenn man nur einen Museum für einen Besuch auswählt, sollte man dieses nehmen. Riesige Dinosaurierskelette, Mammuts, Säle, die Kinder mit offenem Mund durchlaufen - und dabei fast keine Warteschlangen, im Gegensatz zu den zentralen Museen.
Eine besondere Eigenschaft, die Erwachsene sogar noch mehr als Kinder bemerken: das Gebäude selbst. Die Ziegelsteinwände, die keramischen Wandbilder mit prähistorischen Landschaften und die Schmiedeeisen-Gitter - der Museumsbau wurde von Künstlern gestaltet und wirkt wie ein einheitliches Kunstwerk, nicht wie eine bloße Vitrinenbox.
Das Museum liegt weit vom Zentrum entfernt im Südwesten - und das ist ein Vorteil: Hier kommen keine Touristengruppen hin.
Für wen: ab fünf Jahren und älter. Kleinkindern sind die Skelette eher gruselig als interessant.
Was funktioniert noch?
Moskvarium auf der VDNKh ist einer der größten Ozeanarien Europas. Separate zwei Stunden und separate Kosten, aber Kinder kommen damit besser zurecht als mit jedem Museum. Details und Preise gibt es in dem Artikel über die VDNKh.
Das Modell von Moskau ist ebenfalls auf der VDNH - zwanzig Minuten, aber mit mehr Begeisterung als eine Stunde in einer Gemäldegalerie: die ganze Stadt, mit Beleuchtung und dem Wechsel von Tag und Nacht.
Das Raumfahrtmuseum bei der WDNCh - echte Apparate und Raumanzüge. Gut für Schulklassen.
Zaryadye - schwebende Brücke, unterirdisches Museum, Medienräume. Plus liegt es zentral, also kann man es mit dem Roten Platz verbinden und muss das Kind nicht durch halb Moskau schleppen.
Parks, in denen man einfach laufen kann
Wenn die Museen alle sind, retten große Parks. Drei, die mit Kindern am besten funktionieren:
Sokolniki ist einer der ältesten Parks Moskaus und der „kindlichste" in Bezug auf Ausstattung: Attraktionen, Verleih, Spielplätze, im Sommer Brunnen, im Winter eine Eisbahn. Hier kommt man nicht, um zu schauen, sondern um Zeit zu verbringen - und genau das braucht man nach einem Museumsbesuch.
Kusminki - ein Landsitzpark mit Teichen im Südosten. Ruhiger und grüner als Sokolniki, mit viel Platz zum stundenlangen Spazierengehen, und für Kinder gibt es Reitställe und Pferdekutschfahrten. Eine gute Wahl, wenn man keine Attraktionen, sondern frische Luft sucht.
Kolomenskoje - wenn man nicht ins Museum, sondern an einen Ort zum Laufen möchte. Riesiges Gelände, Abstieg zum Fluss, viel frische Luft. Was es dort zu sehen gibt, in einer separaten Besprechung.
Das allgemeine Prinzip: Der Park kommt nach dem Museum, nicht davor. Andernfalls ist das Kind schon ausgelaugt und hält es in den Sälen nicht aus.







