Es gibt das Moskau, das in Reiseführern zu finden ist - der Kreml, die Kathedralen, die Stalin-Hochhäuser. Und dann gibt es ein anderes: ehemalige Kraftwerke und Fabriken, die zu Kulturzentren umgebaut wurden. Es ist jünger, an Wochenenden oft leer und überschneidet sich kaum mit den Touristenrouten.

Wenn Sie das Zentrum bereits gesehen haben, ist dies das Beste, was Sie noch hinzufügen können.

ГЭС-2

Die ehemalige städtische Elektrostation an der Bolotnaja-Nabereschnaja, die in ein Kulturhaus umgewandelt wurde. Im Inneren befindet sich eine riesige Halle unter einem Glasdach mit Stahlträgern, Ausstellungsräume, ein Kino, eine Bibliothek, ein Konzertsaal, Werkstätten, ein Café und ein Restaurant.

Der Haupt Eindruck entsteht weniger durch den Inhalt als vielmehr durch das Ausmaß: die industrielle Dimension, die so belassen wurde, wirkt stärker als jede Ausstellung.

Was wichtig ist: Der Zugang ist nur mit Anmeldung möglich - entweder für den Eintritt ins Gebäude oder für eine bestimmte Veranstaltung. Man kann nicht spontan kommen und einfach von der Straße aus hineingehen, das ist der häufigste Fehler.

Öffnet täglich, etwa von 11:00 bis 22:00 Uhr. Die nächste U-Bahn-Station ist „Poljanka", in der Nähe liegt die Bolotnaja-Uferstraße und die Tretjakow-Galerie am Krymski-Wall, sodass sich das gut für eine gemeinsame Route eignet.

⚠️ Die Öffnungszeiten und Besuchervorschriften können sich ändern - bitte vor dem Besuch auf der Website prüfen.

ArtpLAY und Kurskaja

Der Bezirk Kursk ist der zweite Anziehungspunkt. Hier sind anstelle ehemaliger Industriegebäude Designviertel entstanden: Artplay mit Galerien, Showrooms, Architekturbüros und Cafés, und daneben - das Winzavod, ein Zentrum für zeitgenössische Kunst in den Gebäuden einer ehemaligen Brauerei und später eines Weinwerks.

Das sind keine Museen im herkömmlichen Sinne: Hier kommt man spazieren zwischen den Gebäuden, geht in Galerien auf dem Weg, sitzt in Cafés. Der Eintritt auf das Gelände ist frei, nur für einzelne Ausstellungen muss man bezahlen.

Проход между корпусами Артплея с гирляндами и граффити

Gänge zwischen den Gebäudeflügeln: Graffiti an den Wänden, Schilder von Galerien und Girlanden unter den Gewölben - im Winter wird das gesamte Gelände geschmückt.

Шоурумы мебельных марок в корпусах Артплея

Die Hälfte von Artplay sind Möbel- und Interieur-Showrooms: Hier kommt man nicht nur wegen der Kunst.

Am Wochenende gibt es hier Märkte. Designerwaren, Keramik, Bücher, Essen - das Angebot ändert sich von Woche zu Woche, aber es findet fast immer irgendein Event statt. Das belebt die Gegend deutlich: Samstags ist hier ein ganz anderes Leben als mittwochs.

Und man kann auch Tischtennis spielen - die Tische stehen direkt auf der Straße zwischen den Gebäuden, und jeder spielt einfach so. Eine Kleinigkeit, aber genau solche Kleinigkeiten machen den Ort aus: Es ist der einzige „Kulturort" in der Stadt, an dem man nicht mit ernster Miene herumlaufen muss.

Das Format ist gut, weil es keine Planung erfordert: angekommen, herumgelaufen, gegangen, wenn es langweilig wurde.

Was unterscheidet dies von einer normalen Route?

Wie man einen Tag plant

Logisch nach Geografie aufgeteilt: GES-2 und der Krimski-Wall - die eine Tageshälfte, Kurskaja mit Artplay und Winzavod - die andere. Dazwischen liegen etwa zwanzig Minuten Fahrtzeit, aber man sollte sie nicht in einem Durchgang kombinieren: Es sind zwei unterschiedliche Stimmungen.

GES-2 hinterlässt einen stärkeren Eindruck, während Artplay eine bessere Atmosphäre bietet.

Wie eine Alternative für den dritten Tag der Reise funktioniert dies nicht schlechter als Parks und Herrenhäuser - andere Szenarien in «Moskau in 3 Tagen».

Wann fahren

Rund ums Jahr: alles unter einem Dach oder in Gehweite davon. Im Sommer gibt es auf den Flächen ehemaliger Fabriken Terrassen, im Winter dasselbe Programm drinnen.

Wochentage sind besser als Wochenenden: Am Samstag ist es auf dem Artplay überfüllt, und in der GES-2 werden die Registrierungen aufgelöst.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Eintritt in die GES-2 kostenpflichtig? Der Besuch erfordert eine Anmeldung - entweder für den Zutritt zum Gebäude oder für ein bestimmtes Event. Die Anmeldung muss im Voraus erfolgen.

Was ist Artplay? Ein Designviertel auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik in der Nähe des Kursker Bahnhofs: Galerien, Showrooms, Architekturbüros, Cafés. Das Gelände ist öffentlich zugänglich.

Kann man alles an einem Tag schaffen? Technisch ja, aber besser aufteilen: GES-2 in die eine Tageshälfte, Kurskaja in die andere.

GEEIGNET FÜR KINDER? GES-2 - eher für Teenager. Für jüngere gibt es bessere Alternativen.